Maschinenhaus-Transferprojekt startet an der Hochschule Anhalt

Hochschule Anhalt

Produkte verändern sich. Komplexer, vielfältiger und immer häufiger werden sie „neu gedacht“. Das Leben wird digitaler und führt zu Veränderungen in Wirtschaft und Gesellschaft. Gleiches gilt für die Berufsbilder in den Ingenieurbereichen der Elektrotechnik und des Maschinenbaus, die mehr denn je interdisziplinärer betrachtet werden müssen.

Frankfurt am Main/Köthen, 14. Oktober 2020 - Wie könnte der Ingenieurberuf in 5, 10 oder 15 Jahren aussehen? Diese Frage stellt das Fundament der Ingenieursausbildung an der Hochschule Anhalt dar und erfordert seitens der Lehrenden die kontinuierliche Verbesserung der inhaltlichen und didaktischen Wissensvermittlung sowie neue Schwerpunktsetzungen im Bereich Digitaler Werkzeuge.

Ab sofort erhält die Hochschule dabei Unterstützung von der Maschinenhaus-Initiative des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V. (VDMA) in Kooperation mit dem HIS-Institut für Hochschulentwicklung e.V (HIS-HE). Am Fachbereich Elektrotechnik, Maschinenbau und Wirtschaftsingenieurwesen startet ein Maschinenhaus-Transferprojekt, womit die Studierenden ihr Studium in Zukunft noch erfolgreicher und zufriedener bewältigen sollen.

„Basierend auf den Erkenntnissen aus bereits 56 erfolgten Maschinenhaus-Projekten an anderen Hochschulen gibt der VDMA dem Fachbereich individuelle Rückmeldungen und begleitet ihn beim Diskussions- und Austauschprozess. Mit der daraus resultierenden Entwicklung fachbereichsspezifischer Ziele und Maßnahmen sowie einem Netzwerk aus Hochschulen, Unternehmen und Politik können wir so den Praxisbezug und die Studienqualität der Ingenieursausbildung vor Ort weiter stärken“, betont der Prodekan des Fachbereichs, Professor Holger Gruss. Durch das Maschinenhaus-Transferprojekt erhofft sich die Hochschule somit einen Blick von außen auf das eigene Lehrangebot. 

„Technologische Entwicklungen in den Unternehmen geschehen in immer größerer Geschwindigkeit. Deshalb unterstützen wir die Hochschule Anhalt gerne in ihrem Ziel, die Ingenieurausbildung an die Herausforderungen der Zukunft anzupassen,“ bekräftigt Dr. Franziska Šeimys, Referentin für Bildungspolitik im VDMA. Hierzu ermittelt der VDMA in Zusammenarbeit mit HIS-HE in einer Serie von vier Workshops, an denen Unternehmensvertreterinnen- und Vertreter, Studiengangsverantwortliche, Lehrende und Studierende teilnehmen, das Qualitätsniveau der Lehre. Anschließend erhält die Hochschule eine Rückmeldung, an welchen Stellen sie ansetzen kann. 

Uwe Krüger, Berater bei HIS-HE, begleitet seit vielen Jahren Hochschulen bei der Weiterentwicklung der Lehrqualität im Rahmen der Maschinenhaus-Initiative.  Er ist sicher, dem Fachbereich durch das bewährte Vorgehen hilfreiche Impulse geben zu können: „Die verschiedenen Workshops im Rahmen der Transferprojekte sind nach aller Erfahrung gut dafür geeignet, die Diskussionen der Studiengänge zu Fragen der inhaltlichen Profilierung und Weiterentwicklung, aber auch zu Fragen der Gestaltung und Vermittlung der Lehrinhalte voran zu treiben und Impulse einzubringen.“

Das Maschinenhaus-Transferprojekt an der Hochschule Anhalt ist das 57. Transferprojekt, das der VDMA seit 2013 bundesweit initiiert hat. Alle teilnehmenden Hochschulen werden zum Abschluss durch das „Maschinenhaus-Teilnahmezertifikat“ ausgezeichnet und damit in den Kreis der Transfer-Hochschulen aufgenommen – bald zählt die Hochschule Anhalt auch dazu.

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