VDMA-Sommergespräch mit Elke Büdenbender - Ausbildung und Bildung in Afrika schaffen Perspektiven für alle Beteiligten

VDMA e. V.

Der VDMA und seine Mitgliedsfirmen unterstützen die berufliche Ausbildung von jungen Afrikanerinnen und Afrikanern in mehreren Ländern. Schirmherrin der Initiative „Fachkräfte für Afrika“ ist Elke Büdenbender. Die Frau des Bundespräsidenten traf sich mit dem VDMA zu einem offenen Gespräch über Chancen und Heraus-forderungen auf dem afrikanischen Kontinent.

Bildung und Ausbildung in Afrika zu fördern ist der beste Weg, um den Kontinent zu einem wirtschaftlich starken und eigenständigen Partner zu machen. Der VDMA hat deshalb die Initiative „Fachkräfte für Afrika“ ins Leben gerufen. Ihr Ziel es ist, in immer mehr afrikanischen Ländern gemeinsam mit lokalen Partnern einzigartige Aus- und Weiterbildungsprojekte zu initiieren, die eine praxis- und bedarfsorientierte Qualifizierung ermöglichen. Schirmherrin der Initiative ist Elke Büdenbender, die Ehefrau des Bundespräsidenten. Im Gespräch mit dem VDMA gibt sie ein klares Bekenntnis ab: „Junge Afrikanerinnen und Afrikaner wollen die Welt mitgestalten, und für uns in Europa ist es eine große Chance, mit ihnen zusammenzuarbeiten. Wenn wir gemeinsam und auf Augenhöhe mit den Afrikanerinnen und Afrikanern die wirtschaftliche Entwicklung vorantreiben – wie der VDMA dies in seiner Initiative macht -, dann wird dies ein Zukunftsmodell sein. Ein starkes Afrika ist für Europa ein ganz wichtiger Partner.“

Eine Stunde lang traf sich Elke Büdenbender in Schloss Bellevue mit dem ehemaligen VDMA Präsidenten Dr. Reinhold Festge, sowie mit dem kürzlich neu gewählten VDMA Präsidenten Karl Haeusgen, zum ausführlichen Gespräch über die Chancen und Herausforderungen für mittelständische Betriebe in Afrika. Klar ist, dass ein unternehmerisches Engagement auf dem Kontinent unter eigenen Regeln erfolgt. „Afrika ist kein klassischer Maschinenbaumarkt. Wer in Afrika Erfolg haben will, braucht einen langen Atem. Vielleicht ist Afrika deshalb so geeignet für mittelständische Familienunternehmer, weil wir einen längeren Zeithorizont einnehmen“, sagt Haeusgen, dessen Unternehmen HAWE Hydraulik SE die VDMA-Ausbildungsprojekte in Botswana, Nigeria und Kenia unterstützt. Aber ein solches langfristig angelegtes Engagement zahlt sich aus, ergänzt Dr. Festge. Sein Unternehmen Haver & Boecker macht schon seit vielen Jahren gute Erfahrungen im Afrika-Geschäft, etwa in Nigeria. Eine gute Ausbildung der dortigen Fachkräfte ist ein Schlüssel zum Erfolg. „Wir nehmen uns selbst in die Pflicht. Wenn wir Mittelständler in Afrika zuverlässiges und loyales Personal haben wollen, müssen wir unsere Mitarbeiter dort selbst ausbilden – auch beim Käufer unserer Produkte“, betont Dr. Festge.

Technologiesprünge mit einplanen
Im Gespräch bestand daher eine große Einigkeit: Berufliche Ausbildung trägt maßgeblich zum interkulturellen Verständnis bei und spielt damit eine wichtige Rolle in der Zusammenarbeit zwischen den Menschen beider Kontinente. Damit die Aktivitäten vor Ort nachhaltig sind, müssen in den Ländern vorhandene Initiativen und Bemühungen erkannt und in bestehende Aktivitäten integriert werden. Und das darf nicht nur aus dem europäischen Blickwinkel geschehen. „Gerade die junge afrikanische Generation lässt einfach Technologien aus. Wenn wir über Geschäftsmodelle in Afrika nachdenken, sollten wir berücksichtigen, dass man dort vielleicht gleich in ganz neue Technologien hineingeht“, erläutert Haeusgen. Es gilt daher, gemeinsam mit der Industrie vor Ort Wertschöpfungsketten zu verlängern und die passende Ausbildung anzubieten. Gerade hier hat der mittelständische Maschinenbau eine große Expertise, die er in die VDMA-Initiative einbringen kann. 

„Ich wünsche mir gleiche Bildungschancen und gute Bildungsinfrastruktur in Afrika und dass der VDMA dies mit seinen Mitgliedern vor Ort unterstützt“, sagt Büdenbender. Eine Aufforderung, die der Maschinen- und Anlagenbau auch umsetzen will, denn: „Afrika ist ein Markt, der auch unsere Zukunft sichert. Wir müssen den Afrikanern Perspektiven geben und ihnen helfen, sich diese selbst zu erarbeiten“, resümiert Dr. Festge.  

Aktuelle Informationen und Hintergründe zur VDMA-Initiative „Fachkräfte für Afrika“ finden Sie unter: bildung.vdma.org/afrika

Sie möchten einen näheren Einblick zum VDMA-Sommergespräch erhalten? Die Aufzeichnung des gesamten Interviews finden Sie hier.