Maschinenbau setzt weiter auf den Nachwuchs

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Aktuelle Mitgliederbefragung bestätigt hohen Wert der beruflichen Ausbildung: 2020 wurden im Schnitt 85% der Azubis nach Abschluss übernommen.

Aus einer aktuellen Mitgliederbefragung geht hervor, dass im Jahr 2020 im Schnitt 85% der Azubis nach Abschluss ihrer Ausbildung übernommen wurden. Dieser Durchschnittswert ist deutlich höher als in der Gesamtwirtschaft vor der Pandemie: Der lag 2018 bei 71% (BIBB Datenreport zum Berufsbildungsbericht, Vorabversion 2020, Stand: 06.05.2020).

Fast 60% der befragten Mitgliedsunternehmen haben 2020 sogar alle ihre ausgelernten Azubis übernommen. Das ist aus unserer Sicht ein starkes Signal an den Nachwuchs und zeigt, dass die berufliche Ausbildung im Maschinenbau weiter elementar wichtig ist und bleiben wird.

Hintergrund

Aktuell beobachten wir in den Medien eine Debatte darüber, ob durch Corona „düstere Zeiten“ für die duale berufliche Ausbildung heraufzögen. Der VDMA nimmt das Thema in seinen Gesprächen mit seinen Mitgliedsunternehmen allerdings ganz anders wahr. Viele Mitglieder berichten, dass sie selbstverständlich weiter zur Ausbildung stehen. Sie wissen, dass sie die jungen Leute nach Corona brauchen werden. Deshalb wollte es der VDMA genau wissen und hat in einem neuen ultra-kompakten Format – Eine Frage, eine Antwort – bei seinen Mitgliedern nachgefragt. 

Nicht erst seit Corona nimmt sowohl die Zahl der Ausbildungsplätze als auch die Zahl der Bewerber in gleichem Maße ab. Ursächlich dafür sind vor allem die demographische Entwicklung und der Trend zum Studium. Entsprechend erleben Maschinenbauunternehmen häufig eher das Szenario: zu wenig (geeignete) Bewerber für zu viele offene Ausbildungsstellen. 

Verlautbarungen der Bundesagentur für Arbeit bestätigen das: im Juli hatten wir rund 52.000 unbesetzte Azubi-Stellen in den maschinenbaurelevanten Berufen. Gleichzeitig waren noch rund 37.600 Bewerber unversorgt. Das ergibt ein Plus von über 14.000 unbesetzten Stellen.