Innovative Ingenieursausbildung: Maschinenhaus-Transferprojekt startet an der Hochschule Koblenz

Hochschule Koblenz

Welche Auswirkungen hat die technologische Umbruchphase auf die Ingenieurausbildung? Gemeinsam finden und diskutieren die Hochschule Koblenz und VDMA zukunftsfähige Ideen für die Lehre im Maschinenbau und in der Informationstechnik.

Frankfurt am Main/Koblenz, 08. Mai 2019 – Der deutsche Maschinen- und Anlagenbau ist mit 1,35 Millionen Erwerbstätigen der größte industrielle Arbeitgeber in Deutschland. Um den hohen Studienabbruchzahlen zu begegnen und um aktuellen Veränderungsprozessen der Branche Rechnung zu tragen, hat der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) die Maschinenhaus-Initiative für mehr Studienerfolg in den Ingenieurwissenschaften ins Leben gerufen. Durch verschiedene Angebote unterstützt die Initiative seit 2013 Hochschulen bei der weiteren Verbesserung ihrer Lehre. Nun startet auch im Fachbereich Ingenieurwesen an der Hochschule Koblenz ein Maschinenhaus-Transferprojekt, bei dem geeignete Maßnahmen ausfindig gemacht und umgesetzt werden sollen.

“Wir haben in den vergangenen Jahren bereits damit begonnen, unsere Lehrinhalte insbesondere mit Blick auf die Digitale Transformation zukunftsfähig auszurichten. Mit der Teilnahme am Maschinenhaus möchten wir diesen Prozess noch intensivieren“, betont der Dekan des Fachbereichs Ingenieurwesen an der Hochschule Koblenz, Prof. Dr. Thomas Schnick, die Motivation der Hochschule, sich am Projekt zu beteiligen. Dabei stehe nicht nur im Fokus, aktuelle und attraktive Studieninhalte anzubieten, sondern auch zu garantieren, dass mit einem Studium an der Hochschule Koblenz die künftigen Anforderungen der Industrie erfüllt würden.

Der Maschinenbau befindet sich in einer technologischen Umbruchphase. Die Digitalisierung der Produktion verändert Geschäftsmodelle, bringt Innovationen hervor und erfordert eine Anpassung von Unternehmen. Diesen Rahmenbedingungen muss eine aktuelle und qualitativ hochwertige Hochschullehre Rechnung tragen. Aber auch die zunehmend heterogene Studierendenschaft, die Digitalisierung der Lehre, Internationalisierungsprozesse und demographische Veränderungen sind Herausforderungen, die Hochschulen in den nächsten Jahren weiter verändern werden.

Um diesen zu begegnen und innovative Lehre zu ermöglichen, sind die Transferprojekte des VDMA das Herzstück der Maschinenhaus-Initiative. Gemeinsam mit Beratern des HIS-Instituts für Hochschulentwicklung e.V. unterstützt der VDMA in den Transferprojekten Hochschulen konkret vor Ort: „In Gesprächsrunden mit Lehrenden, Studierenden und Vertretern der Industrie ermitteln wir das Qualitätsniveau der Lehre und spiegeln der Hochschule, an welchen Stellen sie ansetzen kann“, erläutert Dr. Franziska Schmid vom VDMA das bewährte Vorgehen im Maschinenhaus-Transferprojekt. Gemeinsam werden auf diese Weise der Status Quo der Lehre analysiert, Ziele bestimmt und konkrete Verbesserungsmaßnahmen erarbeitet. Alle Beteiligten freuen sich auf die enge Zusammenarbeit in den kommenden Monaten, um neue Konzepte und Maßnahmen für mehr Studienerfolg im Fachbereich Ingenieurwesen zu entwickeln. 

Das Maschinenhaus-Transferprojekt an der Hochschule Koblenz ist das 53. Transferprojekt, das der VDMA seit 2013 bundesweit initiiert hat. Alle teilnehmenden Hochschulen werden zum Abschluss durch das „Maschinenhaus-Teilnahmezertifikat“ ausgezeichnet und damit in den Kreis der Transfer-Hochschulen aufgenommen – bald zählt die Hochschule Koblenz auch dazu.

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