Mehr Studienerfolg durch Innovation in der Lehre

Alexander Rentsch

Der Studiengang Maschinenbau der HTW Berlin schließt Maschinenhaus-Transferprojekt in Kooperation mit dem VDMA erfolgreich ab.

Frankfurt am Main/Berlin, 20. Juni 2018 – Die Einführung eines interdisziplinären Lehrprojekts im ersten Semester, ein besseres Orientierungsangebot für ingenieurwissenschaftliche Inhalte und eine intensivere Betreuung zu Studienbeginn – gemeinsam stellten der Studiengang Maschinenbau der HTW Berlin und der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) diese Ergebnisse im Rahmen des Abschlussworkshops des Maschinenhaus-Transferprojekts vor. Die Maschinenhaus-Initiative des VDMA setzt sich dafür ein, den Studienerfolg in den Ingenieurwissenschaften zu erhöhen und Hochschulen in der Lehre zu beraten und unterstützen. 

Partizipativer Prozess mit engagierter Beteiligung
Ziel des Studiengangs war es, die ohnehin niedrige Studienabbruchquote weiter zu senken und die Lehre stärker an aktuellen Entwicklungen wie Industrie 4.0 oder Digitalisierung auszurichten. Zudem sollte die Zahl der weiblichen Studierenden steigen; sie liegt derzeit bei 6,7 Prozent im Bachelor-Studiengang Maschinenbau und bei 4,6 Prozent im Master-Studiengang. Insgesamt studieren an der HTW Berlin derzeit 360 angehende Maschinenbauingenieurinnen und -ingenieure. 

Nach dem Kick-Off des Transferprojekts im November 2017 fanden mehrere Gesprächsrunden mit Studiengangsverantwortlichen, Lehrenden und Studierenden mit sehr engagierter Beteiligung statt. Dabei begleiteten Experten des VDMA und des HIS-Institutes für Hochschulentwicklung (HIS-HE). „Um den Studienerfolg in anspruchsvollen ingenieurwissenschaftlichen Studiengängen zu erhöhen, analysierten wir zunächst gemeinsam mit den Beteiligten das Qualitätsniveau der Lehre. Auf dieser Basis entwickelten wir gezielt das interdisziplinäre Lehrprojekt an der HTW Berlin“ erklärt Michael Patrick Zeiner, Bildungsreferent des VDMA, das Vorgehen.

Innovative Maßnahmen für noch mehr Qualität in der Lehre
Die wichtigste Maßnahme kann direkt umgesetzt werden: so soll im ersten Studiensemester ein einwöchiges, fachübergreifendes Lehrangebot in Projektform eingeführt werden. Damit kommen Studienanfängerinnen und -anfänger gleich zu Beginn mit den Anforderungen an wissenschaftliches Arbeiten und selbstständiges Lernen im Team in Kontakt. Das neue Modul verknüpft außerdem verstärkt theoretische Inhalte mit der Praxis und stärkt die Betreuung der Studierenden. 

Michael Patrick Zeiner überreicht Herrn Prof. Heiler das Maschinenhaus-Zertifikat

„Der Ansatz bedeutet mehr inhaltliche Abstimmung unter den Lehrenden, schafft gleichzeitig aber deutlich mehr Orientierung für Studierende hinsichtlich Inhalten und Anforderungen im Maschinenbaustudium“ erläutert Uwe Krüger von HIS-HE, der den Prozess als Experte betreute. Auch Prof. Dr. Roland Heiler, Studiengangsprecher Maschinenbau, bewertet die Ergebnisse positiv: „Wir wollen allen Studierenden eine zukunftsweisende wissenschaftliche Bildung vermitteln, die für die Herausforderungen in einer dynamischen und innovationsgetriebenen Arbeitswelt fachlich-methodisch und persönlich qualifiziert. Durch die Zusammenarbeit konnten wir neue Erkenntnisse gewinnen und unser Lehrangebot gezielt erweitern.“

Zum Abschluss des Projekts und zur Würdigung des Engagements überreichte Michael Patrick Zeiner dem Fachbereich 2 Ingenieurwissenschaften – Technik und Leben das „Maschinenhaus-Zertifikat“. Die HTW Berlin hat damit als 49. Fachbereich bundesweit das Maschinenhaus-Transferprojekt erfolgreich abgeschlossen. 

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