Starker Partner für Fachkräfte

VDMA

Für seine Initiative „Fachkräfte für Afrika“ hat der VDMA jüngst einen wichtigen lokalen Partner, die Kenya Association of Manufacturers,als Mitstreiter gewonnen.

Mit über 800 Mitgliedsunternehmen zählt die Kenya Association of Manufacturers (KAM) zu den zentralen Branchenverbänden Kenias, der sich seit 1959 für die Belange seiner Mitglieder engagiert. Die berufliche Aus- und Weiterbildung spielt dabei eine besonders große Rolle. Qualifizierte Fachkräfte sind stark nachgefragt, denn viele Segmente der kenianischen Wirtschaft verzeichnen enorme Wachstumsraten. Seit 2014 beträgt der jährliche Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts laut Germany Trade & Invest über 5 Prozent. Die Nahrungsmittelindustrie und der Bausektor stellen dabei besonders prosperierende Industriezweige dar. Um sich gemeinsam für eine bessere Fachkräftequalifizierung zu engagieren und auch auf anderen Gebieten zu kooperieren, hat sich die KAM entschlossen, die Zusammenarbeit mit dem VDMA in Form eines Memorandum of Understanding (MoU) zu institutionalisieren und damit auf eine langfristige Basis zu stellen.

Fit für die Nahrungsmittelindustrie
Der Fachkräftebedarf in Kenia war auch Anlass für den VDMA-Fachverband Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinen (NuV), das Ausbildungsprojekt „Fit für die Nahrungsmittelindustrie“ zu initiieren. Das Projekt umfasst ein Trainingsprogramm für Techniker und Ausbilder der kenianischen Nahrungsmittelindustrie. Die Kurse starteten im Februar 2018 in Nairobi. Das Projekt wird vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) unterstützt. „Von der Zusammenarbeit profitieren beide Seiten“, erklärte Phyllis Wakiaga, Chief Executive Officer der KAM. Im Dezember 2017 besuchten Wakiaga und Joyce Njogu, Head of KAM Consulting, den VDMA, um die Arbeitsweise des Verbands besser kennenzulernen. Sie tauschten sich zu den Themen Qualifizierung und Bildung im Umfeld der Nahrungsmittelindustrie mit Verbandsvertretern aus.

Kooperationen ausbauen
Darüber hinaus erörterten die Besucher mit der VDMA-Hauptgeschäftsführung, den Abteilungen Außenwirtschaft und Bildung sowie dem Fachverband Kunststoff- und Gummimaschinen weitere Kooperationsthemen. „Eine Kooperation mit dem kenianischen Verband unterstützt unseren Ansatz, die bereits vorhandenen Strukturen in Kenia zu stärken, um gemeinsam mit unserer Initiative ‚Fachkräfte für Afrika‘ erfolgreich zu sein“, betonte VDMA-Hauptgeschäftsführer Thilo Brodtmann. „Wir ziehen an einem Strang, denn qualifizierte Fachkräfte helfen lokalen als auch deutschen Unternehmen, die die Marktchancen in Kenia nutzen möchten“, ergänzte Brodtmann. Dies sei auch die Motivation für die Initiative gewesen, die neben Kenia auch Qualifizierungsprojekte in Botswana und Nigeria umfasst.