Neues Curriculum schafft bessere Startbedingungen für Maschinenbaustudenten

HTW Dresden

Neues Modul im ersten Semester motiviert und fördert Eigenverantwortung.

Frankfurt/Dresden, 27. April 2017 – Die Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden (HTW Dresden) und der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) ziehen eine positive Bilanz ihres gemeinsamen Projekts und überraschen mit einer grundlegenden Änderung im Studienablauf: „Wir haben die erstmalige Einführung eines Moduls mit dem Arbeitsnamen `Studienkompetenzen´ geplant. Es soll ab dem Wintersemester 2018/2019 im Rahmen einer Neufassung der Studien- und Prüfungsordnung in Kraft treten“, verkündet Studiendekan Prof. Dr.-Ing. Gunther Naumann. „Es geht uns darum, die Studienanfänger noch intensiver zu begleiten, um sie einerseits für das Ingenieurstudium zu motivieren, sie aber andererseits in Selbstorganisation und Eigenverantwortung zu stärken.“

Für einen reibungslosen Übergang an die Hochschule
In einer ersten Gesprächsrunde mit Verantwortlichen, Lehrenden und Studierenden im Juli 2016 erfassten Experten des VDMA und des Hochschulberatungsinstitut HIS-Hochschulentwicklung den Status quo und analysierten die Modulhandbücher des Studiengangs. Ihre Erkenntnisse spiegelten sie in einem Reflexionsworkshop an die Hochschule zurück. Thilo Weber, Referent für Bildungspolitik und Projektleiter Maschinenhaus beim VDMA, berichtet: „Der Übergang an die Hochschule hat sich als wichtiges Handlungsfeld herauskristallisiert. Passend dazu hatte die Hochschule das Ziel, die Studieneingangsphase, die Studien- und Prüfungsordnung und das Curriculum zu überarbeiten.“

Zum Abschluss überreicht Thilo Weber dem Studiendekan Prof. Dr.-Ing. Gunther Naumann die Teilnahmebestätigung.

An die Hand und in die Pflicht nehmen
Wichtig war der Hochschule, ein für alle Erstsemester verpflichtendes Angebot und damit gleiche Startbedingungen zu schaffen – unabhängig davon, mit welchen Bildungsvoraussetzungen sie an die Hochschule kommen. In dem eng getakteten Curriculum war es nicht einfach, zusätzliche Veranstaltungen unterzubringen, an anderer Stelle musste zugunsten des zusätzlichen Moduls gekürzt werden. „Das war eine Herausforderung, denn alle anderen Lehrinhalte sind ebenfalls wichtig“, sagt Studiendekan Prof. Naumann. „Ich bin stolz darauf, dass sich alle Beteiligten kompromissbereit gezeigt haben.“ Im zukünftigen Einstiegsmodul engagieren sich neben vielen Lehrenden auch Studierende der höheren Semester, um den Erstsemestern die Freude am Maschinenbaustudium vorzuleben und sie zu motivieren. Mit fakultativen Tutorien begleiten sie die Lehrveranstaltungen der Lehrkräfte. Thilo Weber lobt die Innovation der Hochschule Dresden: „Ich bin von der Gratwanderung, die alle Akteure vollführen, beeindruckt. Sie nehmen die Studieneinsteiger gleichermaßen an die Hand und in die Pflicht.“

Intensiv-Sprachkurse für internationale Studierende
Ein weiterer Schwerpunkt des Transferprojekts der HTW Dresden war die Einbindung internationaler Studierender, die es an die Fakultät für Maschinenbau zieht. Sie werden traditionell an der Fakultät sehr eng betreut und erhalten seit kurzem einen mehrwöchigen Intensiv-Sprachkurs (10 ECTS-Credits), welcher ihrer Fachausbildung vorgeschaltet ist. „So ermöglichen wir den Studierenden einen besseren Übergang zum regulären Lehrbetrieb“, betont Prof. Naumann. Auf diesem Gebiet sammelt die Fakultät derzeit Erfahrungen und ist optimistisch, dass es keine weiteren Zusatzangebote ausschließlich für internationale Studierende geben muss.

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