Nachwuchsmarketing via Facebook

Phoenix Contact

Wer als Arbeitgeber junge Leute ansprechen will, sollte möglichst auch deren Sprache sprechen. Bei Phoenix Contact kümmern sich daher Azubis um das Nachwuchsmarketing auf Facebook.

Beim Nachwuchsmarketing auf Facebook geht es vor allem darum, Jugendliche auf den jeweiligen Arbeitgeber aufmerksam zu machen und zu zeigen, wie attraktiv und modern das ausbildende Unternehmen ist. Da Auszubildende und Studenten genau in die Zielgruppe fallen und wissen, welche Themen bei jungen Leuten ankommen, ist diese Gruppe bei dem Elektrotechnikunternehmen Phoenix Contact GmbH & Co. KG mit Sitz in Blomberg auch für das Thema Webmarketing verantwortlich. „Wer könnte das besser als wir?“, fragt Juliane Wittrock, Auszubildende bei Phoenix Contact. Zehn Azubis und duale Studenten betreuen daher die Facebook-Seite „Phoenix Contact Ausbildung und Studium“.

Bei alledem lautet die grundsätzliche Devise des Azubi-Teams aber „Klasse statt Masse“. Einmal im Jahr findet für das Team ein zweitägiger Workshop mit einer Kamerafrau statt. Hier lernen die Auszubildenden den Umgang mit der Kamera. So können sie gute Fotos und sogar Videos selbst erstellen. Wenn Posts vorbereitet werden, müssen die sogenannten Social-Media-Guidelines beachtet werden, die für alle offiziellen Kanäle in den sozialen Medien von Phoenix Contact gelten. Sie geben wichtige Leitlinien vor. So enthalten sie beispielsweise Kriterien wie die Länge eines Posts, die Art des Fotos oder auch den Sprachstil.

Einbindung in professionelle Strukturen
Einmal wöchentlich treffen sich die Teammitglieder des Webmarketings zu einer gemeinsamen Redaktionssitzung. Zusätzlich stimmen sich alle Mitarbeiter, die die offiziellen Facebook-Seiten für das Unternehmen verantworten, einmal im Monat ab. Hier schauen sie sich die Posts gemeinsam an und besprechen, was gut und was eher schlecht gelaufen ist. Dieser Austausch ist sehr wichtig. „Gemeinsam mit den Ausbildern prüfen wir monatlich und jährlich unsere Statistiken zur Reichweite“, sagt Milezki. So lässt sich feststellen, wie sich die Seite im Laufe des Jahres entwickelt hat und wie erfolgreich sie ist.

Autoren: Social Media Team Phoenix Contact

Messbare Kriterien geben Orientierung                              
Um alle Zielvorgaben zu erfüllen, haben die Auszubildenden messbare Kriterien festgelegt: 82 Prozent der Posts müssen pro Monat mehr als 16 Mal geliked werden. „Die Messbarkeit der Ziele ist wichtig, damit wir am Ende des Monats sehen können, welche Themen gut und welche eher schlecht bei der Community angekommen sind“, erläutert Wittrock. „Das gibt Orientierung, wenn es um die Themenauswahl geht.“ Grundsätzlich zeigt die Erfahrung, dass Fotos und Videos ein Muss sind, da die Posts sonst nicht angeklickt werden. Außerdem lässt sich erkennen, dass Posts mit Videos noch einmal besser ankommen als solche mit Fotos.

Inhalt ist König
Thematisch gilt es, immer einen guten Mix zu bieten. „Wir berichten beispielsweise von Ausbildungsmessen, auf denen wir ausstellen“, sagt Regina Milezki, ebenfalls Mitglied des Webmarketing-Teams. „So erfahren die Jugendlichen, wo sie uns genau finden und welche Aktionen sie bei uns erwarten.“ Spannende Besuche wie der von Bundespräsident Joachim Gauck oder freie Ausbildungsstellen und Praktikantenberichte werden ebenfalls gepostet. Dabei stellen sich die Auszubildenden immer vorab die Fragen: Interessiert das Thema die Zielgruppe tatsächlich? Ist der Post wirklich spannend? Wichtig für den Erfolg des Kanals ist zudem regelmäßige Aktivität.

Enorm hilfreich: Redaktionstool
Für die Arbeit nutzt das Team von Phoenix Contact ein unternehmensübergreifendes Redaktionstool. Damit plant und erstellt es Inhalte für alle Social-Media-Kanäle. Übergreifend relevante Themen können über das Tool als Kampagne geplant werden. Außerdem können für einen bestimmten Kanal geplante Posts, sollte es thematisch passen, wiederverwertet werden – etwa in Form von Likes oder Retweets.