Eltern: Vorbilder, Berater, (Mit-)Entscheider

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Bei der Berufswahl von Jugendlichen kommt den Eltern eine Schlüsselfunktion zu. Was vielen Ausbildern als gefühlte Wahrheit längst bekannt sein dürfte, lässt sich inzwischen auch durch zahlreiche Umfragen und Studien belegen.

So kam die Studie Azubi-Recruiting Trends 2015 zu dem Schluss, dass sich 51 Prozent der jungen Menschen stark oder sehr stark von ihren Eltern bei der Berufswahl beeinflussen lassen. Für Unternehmen, die in den vom Nachwuchsmangel bedrohten, technischen Ausbildungsberufen bereits einen Rückgang der Bewerberzahlen spüren, zahlt es sich daher messbar aus, in der Nachwuchsgewinnung nicht nur die Jugendlichen direkt, sondern auch Eltern als Multiplikatoren anzusprechen. Besonders lohnend: Netzwerk-Recruiting oder das Prinzip der kurzen Wege.  

Mit ihren Beschäftigten können Unternehmen aus dem Maschinen- und Anlagenbau ihre wichtigsten Fürsprecher schon „auf dem kleinen Dienstweg“ aktivieren: Indem sie sie bewusst als Eltern, Onkel, Tanten adressieren und dazu motivieren, sich in Gesprächen im Familien- und Bekanntenkreis beim Thema der Berufsorientierung als Lotsen einzubringen. Denn wenngleich sie nicht ausschließlich in technischen Berufen beschäftigt, so kennen sie doch bereits die Vorzüge der Branche. Warum also nicht offen sagen, dass die Zukunft der Branche auch davon abhängt, dass weiterhin genügend junge Menschen die technischen Ausbildungsberufe ergreifen, die den Maschinenbau so stark machen?

Umsetzen lässt sich diese Form der Multiplikatorenkommunikation im Betrieb zum Beispiel durch einen entsprechenden Hinweis im Intranet oder einen Beileger zur nächsten Gehaltsabrechnung. Besonders praktisch: Unternehmen können den in der Azubikampagne des VDMA entwickelten Elternflyer herunterladen und für sich nutzen.

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