HAW Hamburg gewinnt VDMA-Hochschulpreis 2017

X21de | Tatjana Dachsel

In Hamburg steht das beste deutsche „Maschinenhaus“: Das Department Informations- und Elektrotechnik der Fakultät Technik und Informatik der HAW Hamburg hat den dritten VDMA-Hochschulpreis gewonnen. Dotiert ist der Maschinenhauspreis mit 100.000 Euro.

  • Maschinenbauindustrie zeichnet fünf Konzepte für eine bessere Hochschullehre in den Ingenieurwissenschaften aus
  • Konzept des Departments Informations- und Elektrotechnik der HAW Hamburg überzeugt durch hohe Praxisorientierung und gewinnt 100.000 Euro Preisgeld
  • Bundesbildungsministerin Wanka: Gut ausgebildete Ingenieurinnen und Ingenieure sind der Schlüssel für den Innovationsstandort Deutschland

 

Frankfurt/Berlin, 9. Mai 2017 – Hartmut Rauen, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des VDMA, sagt: „Die Digitalisierung ist eine epochale Herausforderung. Wir brauchen Ingenieure, die aus virtuellen reale Welten machen. Unser Gewinner zeigt eindrucksvoll, welche Lehrinnovationen möglich und nötig sind, um das zu erreichen.“

Bundesministerin Wanka spricht Grußwort
„Die herausragenden Leistungen deutscher Ingenieurinnen und Ingenieure prägen das Label „Made in Germany“ seit Jahrzehnten. Ihre hochwertige Ausbildung hierzulande ist der Schlüssel dafür. Aus aller Welt strömen Studierende nach Deutschland, um hier ein Ingenieurstudium zu absolvieren“, sagt Johanna Wanka, Bundesministerin für Bildung und Forschung. „Ich danke dem VDMA für sein Engagement und gratuliere dem Gewinner für das zukunftsweisende Konzept. Dieser Hochschulpreis passt zu den Aktivitäten der Bundesregierung: Ein Ziel des Bund-Länder-Programms für bessere Studienbedingungen und mehr Qualität in der Lehre ist es zum Beispiel, allen Studierenden in ihrer Vielfalt die gleichen guten Chancen zu geben und unseren Nachwuchs exzellent auszubilden. Im Fokus stehen dabei unter anderem die Förderung von Selbstständigkeit und Praxisbezug. Die Ingenieurwissenschaften sind in diesem Programm prominent vertreten.“

Hamburger Konzept verzahnt Grundlagen und Anwendung
Das Gewinner-Konzept aus Hamburg bietet seinen Erstsemestern nicht nur die üblichen Grundlagenvorlesungen in Physik oder Elektrotechnik an. Vielmehr ist die Praxis von Beginn an vertreten. Dafür sorgen Schwerpunktthemen wie Photovoltaik oder Windkraft. Die Veranstaltungen sind nach dem Konzept der fächerintegrierend-themenorientierten Lehre miteinander verzahnt: Grundlagenvorlesungen vermitteln die Kompetenzen, die nötig sind, um Praxisaufgaben zu lösen. Hartmut Rauen erklärt: „Das Konzept fördert die Fähigkeit zur Problemlösung und erzeugt Einsicht in die Notwendigkeit der wissenschaftlichen Grundlagen. Dies motiviert die Studierenden und ist gleichzeitig eine hervorragende Berufsvorbereitung.“

Insgesamt fünf Gewinner und 165.000 Euro Preisgeld
Neben der HAW Hamburg wurde die Fakultät für angewandte Naturwissenschaften und Mechatronik der Hochschule München sowie die Fakultät Maschinenbau der HAW Würzburg-Schweinfurt mit 35.000 und 15.000 Euro ausgezeichnet. Zwei Sonderpreise für sich noch im Aufbau befindliche Lehrkonzepte mit jeweils 7.500 Euro Preisgeld gingen an den Campus Nordschwarzwald der Universität Stuttgart sowie den Studiengang Systems Engineering der Hochschulen in Augsburg und Kempten.

Feierliche Preisverleihung in Berlin
Die fünf Gewinner wurden bei einer feierlichen Preisverleihung vor über 100 Gästen aus Unternehmen, Wissenschaft sowie Politik und Gesellschaft ausgezeichnet. Die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Johanna Wanka, sprach ein Grußwort während der Preisverleihung. In einer Podiumsdiskussion erörterten u.a. Theresia Bauer, Wissenschaftsministerin aus Baden-Württemberg, und Professor Siegfried Russwurm Wege zu mehr Studienerfolg. Hartmut Rauen appellierte in seiner Rede an alle Seiten: „Eine gute Hochschullehre und geringere Studienabbruchquoten sind eine gemeinsame Aufgabe von Hochschulen, Politik, Industrie und auch den Studierenden selbst. Lassen Sie uns das gemeinsam angehen, um die Zukunftsfähigkeit unseres Landes zu sichern!“.

Hochschulpreis ist Teil der VDMA-Initiative „Maschinenhaus“
Der VDMA-Hochschulpreis ist Teil der Initiative „Maschinenhaus – Campus für Ingenieurinnen und Ingenieure“. Mit dem Maschinenhaus leistet der VDMA seinen Beitrag für geringere Studienabbruchquoten und einen gut ausgebildeten Ingenieurnachwuchs. Der VDMA unterstützt dazu ingenieurwissenschaftliche Fachbereiche und Fakultäten bei der Verbesserung ihrer Lehre und der Realisierung von mehr Studienerfolg.

Videoportraits zu den drei Gewinnern können Sie unter www.vdma.org/hochschulpreis einsehen. Fotos von der Preisverleihung und Kontakte zu Vertretern der ausgezeichneten Hochschulen kann Ihnen Thilo Weber, Referent für Bildungspolitik, Telefon 069 6603 1787, thilo.weber@vdma.org, zur Verfügung stellen.

Haben Sie noch Fragen? Hartmut Rauen, stellvertretender Hauptgeschäftsführer, Telefon 069 6603 1331, hartmut.rauen@vdma.org, beantwortet sie gerne.