HS München - Naturwissenschaften und Mechatronik

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Die Fakultät für angewandte Naturwissenschaften und Mechatronik der Hochschule München hat sich für das Finale des VDMA-Hochschulpreises 2017 qualifiziert. Im Videoportrait wird das Lehrkonzept genauer vorgestellt.

Digitalisierung, Flexibilisierung und mehr Möglichkeiten für Eigeninitiative – das ist die Antwort der Hochschule München auf ein Problem in den ingenieurwissenschaftlichen Studiengängen: Überdurchschnittlich viele Studienanfänger springen nach einigen Semestern ab. Die Hochschule München motiviert ihre Studierenden auf besondere Weise und steht dafür im Finale für den Hochschulpreis des VDMA.

VDMA-Initiative Maschinenhaus
Der VDMA-Hochschulpreis wird alle zwei Jahre vergeben und ist Bestandteil der Initiative "Maschinenhaus - Campus für Ingeneurinnen und Ingenieure". Der diesjährige Fokus des Preises liegt auf dem Thema Praxisorientierung und Berufsvorbereitung. 24 Fachbereiche und Fakultäten reichten ihre Lehrkonzepte ein. Die Fakultät für angewandte Naturwissenschaften und Mechatronik hat sich in den Augen einer Experten-Jury aus Industrie, Hochschulen, Verbänden und Initiativen sowie Politik mit ihrem Ansatz besonders ausgezeichnet.

Die Anwendung stets im Blick
Die Hochschule setzt auf eine Didaktik und Methodik der Lehrveranstaltungen, die stets die Anwendung der erworbenen Kenntnisse im Blick haben. Für die Gestaltung der Lehre gibt es feste Regeln zur Mitwirkung von Professoren, Industrievertretern und Absolventen. Sie alle sind in ein Qualitätsmanagement mit regelmäßiger, standardisierter systemischer Rückkopplung eingebunden.

Flexible Zeiteinteilung
Ein weiterer Pluspunkt besteht aus Sicht der Juroren in der  Einführung des Teilzeit-Bachelors Mechatronik/Feinmechanik. Die Module des Studiengangs wurden von sieben auf elf Semester verteilt. „Das vermindert die Arbeitslast pro Semester erheblich. Die Studierenden haben mehr Zeit, neben dem Studium erste berufspraktische Erfahrungen zu sammeln oder ihr Studium mit einem ehrenamtlichem Engagement zu vereinbaren“, sagt Studiengangsleiter Prof. Dr.-Ing. Joachim Schenk. Außerdem ist jederzeit ein Wechsel in den Vollzeit-Modus möglich. Auf diese Weise verringert die Hochschule den Zeitdruck, der die Studienmotivation dämpft und zu Abbrüchen führen kann. Gleichzeitig werden neue Studierendengruppen erschlossen.

Keimzelle für Innovation
Darüber hinaus können die Studierenden Eigeninitiative entwickeln: Zum Beispiel ist es möglich, mithilfe von 3D-Druckern Prototypen für neue Produktideen herzustellen. „Wir sehen in diesem Studiengang ein hohes Engagement von Studierenden und eine unglaubliche Initiative der Professoren“, sagt Prof. Dr.-Ing. Klaus Kreulich, Vizepräsident der Hochschule. „Ich freue mich, dass wir hier eine Keimzelle der Innovation haben.“

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