Das Berufsbild des Produktionstechnologens

Nachwuchsstiftung Maschinenbau | Adamski

Produktionstechnologe? Vielen ist dieser Ausbildungsberuf unbekannt. Da dieser Beruf passgenau für die Anforderungen für Industrie 4.0 ist, lohnt sich jedoch ein intensiverer Blick auf diesen Ausbildungsberuf.

Intelligent und effizient zu produzieren ist eine der zentralen Herausforderungen im internationalen Wettbewerb. Hierbei gilt es, Innovationen schnell in anspruchsvolle, marktgerechte Produkte umzusetzen. Die Produktentwicklungszeiten und die Produktlebenszyklen werden immer kürzer, die Variantenvielfalt nimmt zu. Die Produktion wird flexibler, prozessorientierter und ist über die gesamte Wertschöpfungskette digital vernetzt. Die Lasertechnik, additive Fertigungsverfahren und andere innovative Produktionstechnologien halten Einzug in die Produktion.

Industrie 4.0 erfordert demnach neue Kompetenzen, insbesondere das Verständnis der gesamten Wertschöpfungskette. Schon im Jahr 2008 erkannten die Sozialpartner in der Metall- und Elektroindustrie, dass dies ein neues Berufsbild erfordert und entwickelten den Produktionstechnologen mitsamt den darauf aufbauenden Fortbildungsprofilen. Einsatzbereiche für diesen Ausbildungsberuf sind die Entwicklungsbereiche, Pilotanlagen und Produktionslinien in der produzierenden Industrie sowie bei produktionsunterstützenden Dienstleistungsunternehmen. Als „Prozessprofis“ sollen Produktionstechnologen mit Konstrukteuren und Prozessentwicklern und dem Produktionsteam genauso zusammenarbeiten wie mit Zulieferern und Kunden. Wie sich zeigte, war die Entwicklung des Berufsbildes sehr vorausschauend: Im Jahr 2008 war der Begriff „Industrie 4.0“ noch unbekannt. 

So können heute Ausbildungsbetriebe auf ein modernes Berufsbild zurückgreifen, das den vielfältigen Anforderungen der Industrie 4.0 gerecht wird. Es ist prozessorientiert, produktions- und informationstechnisch ausgerichtet und vermittelt eine bereichsübergreifende Technologie-, Organisations- und Kommunikationskompetenz. Somit kann auf der Facharbeiterebene qualifizierter Nachwuchs ausgebildet werden, der die Stabilität der Produktionsprozesse und die Qualität der Produkte sicherstellt. 

Die Ausbildung zum Produktionstechnologen/zur Produktionstechnologin dauert drei Jahre. Sie ist entsprechend typischer Arbeitsprozesse gegliedert, wird in betriebsspezifsch wählbaren Einsatzgebieten vertieft und mit der Facharbeiterprüfung vor der Industrie- und Handelskammer abgeschlossen.

  • Der Produktionstechnologe erprobt, sichert und optimiert Produktionsprozesse. 
  • Er wirkt bei der Produkt- und Prozessentwicklung sowie komplexen Anlaufprozessen mit. 
  • Er arbeitet in bereichsübergreifenden Teams aus Facharbeitern, Technikern und Ingenieuren.
  • Er wird als „besonders passend für die Anforderungen in der Industrie 4.0 gesehen“.
  • Das gestaltungsoffene Ausbildungskonzept ermöglicht Ausbildung in und an Unternehmensprozessen.
  • Vielfältige Einsatzmöglichkeiten vom Einkauf, Produktionslogistik & -steuerung bis zum Qualitätsmanagement.
  • Integriertes Weiterbildungskonzept sichert Zukunftsfähigkeit des Berufes und hilft dabei Mitarbeiter langfristig zu binden.

Weitere Infos finden Sie unter www.produktionstechnologe.de sowie auf den Seiten unserer Nachwuchsstiftung Maschinenbau: www.nachwuchsstiftung-maschinenbau.de/produktionstechnologie

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