Studie - Nachwuchs für technische Ausbildungsberufe im Maschinenbau

HOMAG

Demographisch bedingt sinken die Schülerzahlen. Gleichzeitig hält der Trend zur Akademisierung an: Studieren ist in – Auszubildende werden knapper. Gemeinsam mit der IMPULS-Stiftung will der VDMA der Entwicklung nun auf den Grund gehen.

26 % betrug die Studienanfängerquote 1995. Im Jahr 2012 begann bereits über die Hälfte eines Jahrgangs ein Studium. Entsprechend schrumpft die Gruppe der Jugendlichen, die für sich eine berufliche Ausbildung in Betracht zieht. Mehr als ein Drittel der 2012 vom BIBB befragten Betriebe konnten ihre angebotenen Ausbildungsstellen teilweise oder vollständig nicht besetzen.

Setzt sich die Entwicklung unverändert fort, drohen fatale Folgen für den deutschen Maschinen- und Anlagenbau, dessen enges Zusammenspiel zwischen Fachkräften aus technischen Ausbildungsberufen und Ingenieuren einer der Garanten für die Wettbewerbsfähigkeit der Branche im internationalen Vergleich ist.

Einflussfaktoren und Handlungsempfehlungen
Um zukünftig mehr Jugendliche für eine technische berufliche Ausbildung im Maschinenbau zu gewinnen, gilt es die Bemühungen um die Zielgruppe zu verstärken. Eine wesentliche Stellschraube ist das Image unserer Ausbildungsberufe. Die IMPULS-Stiftung des VDMA hat daher eine Studie in Auftrag gegeben, die Faktoren der Berufswahlentscheidung bei Jugendlichen und deren Einstellung zu technischen Ausbildungsberufe speziell im Maschinenbau untersucht.

„Um letztlich wirkungsvolle Handlungsempfehlungen für den Maschinen- und Anlagenbau ableiten zu können, ist es wichtig zu wissen, wie Jugendliche „ticken" und woher ihre Motivation kommt, einen technischen Ausbildungsberuf im Maschinenbau zu ergreifen – oder eben nicht", so Ulrich P. Hermani, Geschäftsführer der IMPULS-Stiftung. Wie groß ist der Einfluss der Eltern bei der Berufsentscheidung, welche Rolle spielen regionale Herkunft, Einkommen und Entwicklungsmöglichkeiten? Partner zur Durchführung der Studie ist das uzbonn, das durch seine Zusammenarbeit mit dem Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) oder dem Institut der deutschen Wirtschaft (iw Köln) bereits auf Erfahrungen mit jugendlichen Zielgruppen zurückgreifen kann.

Qualitativer und quantitativer Teil
Die Studie besteht aus einem qualitativen und einem quantitativen Teil. Zunächst werden in moderierten Fokusgruppen je fünf Schüler und Auszubildende über ihre Gedanken und Einstellungen rund um Berufswahl oder technische Ausbildung befragt. Die Ergebnisse dieser Vorstudie ermöglichen die Erstellung eines zielgruppengerechten Fragebogens. Dieser wird im zweiten Schritt ca. 1.000 Schülerinnen und Schülern sowie rund 800 Auszubildenden aus dem Maschinenbau zur Beantwortung vorgelegt. Hierzu werden in Kürze Personal- und Ausbildungsleiter der VDMA-Mitgliedsunternehmen angeschrieben. Anfang 2014 werden erste Ergebnisse aus der Umfrage erwartet.


Ansprechpartner:
Saskia Fath
IMPULS-Stiftung
saskia.fath@vdma.org
(+49 711) 2 28 01-13

Stefan Grötzschel
VDMA Bildung
stefan.groetzschel@vdma.org
(+49 69) 66 03-13 43

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