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Personas in Theorie und Praxis

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Am 11. Juni 2021 verdeutlichte die Online-Veranstaltung "New Work - Personas in Theorie und Praxis" die Nutzbarkeit von Personas in Innovations- und Personalprozessen.

Unter dem Schlagwort „New Work“ und damit unmittelbar verbunden „Agilität“ werden die Veränderungen der Arbeitswelt in Folge der Digitalisierung und eines zunehmend volatilen Umfeldes zusammengefasst. Diese Entwicklungen betreffen zwangsläufig auch Firmen aus dem Maschinen- und Anlagenbau. Daher ist auf der Unternehmensseite eine Anpassung der eigenen Arbeitsbedingungen notwendig, um für den Wandel gewappnet zu sein und in Zukunft innovativ und reaktionsschnell auf diese Veränderungen reagieren zu können.

Unter dem Begriff „New Work“ fallen unterschiedliche Methoden und Haltungen, die die Zusammenarbeit in Unternehmen und Teams verbessern. Die „Personas“ ist eine solche Methode, um sich besser in eine Zielgruppe hineinzuversetzen: Nutzerinnen und Nutzer nehmen dabei beispielsweise die Sichtweise einer Kundengruppe ein. Die identifizierte Persona stellt dabei eine „archetypische“ Vertreterin einer Zielgruppe dar und wird einschließlich ihrer Interessen, Ziele und Bedürfnisse genau charakterisiert. Basierend auf dieser Beschreibung dient die Personas-Methode als Grundlage zur zielgruppengerechten Ausgestaltung von beispielsweise Produkten, Prozessen oder auch Geschäftsmodellen.

Das Ziel des Instruments „Persona“ ist es, Empathie für die Zielgruppe zu schaffen und darauf aufbauend Lösungsvorschläge zu erarbeiten. Die Personas-Methode dient dabei als Entscheidungs- sowie Argumentationsgrundlage und führt damit die Erkenntnisse über bestimmte Nutzerinnen und Nutzer anschaulich zusammen. Andrea Veerkamp-Walz, Referentin der VDMA Business Advisory, ging in ihrem Impulsvortrag der Onlineveranstaltung am 11. Juni 2021 auf die Grundlagen der Methode „Personas“ ein. Demnach können aus Beobachtungen, Interviews, Workshops oder Befragungen für jede Zielgruppe eine oder mehrere Personas erstellt werden. In dem Vortrag wurde deutlich, dass Personas sowohl im Innovation- als auch Personalmanagement ein sinnvolles Instrument ist.

Drei Kleingruppen erarbeiteten und erstellten anschließend mithilfe des IT-Tools Mural einzelne Personas. Dabei zeigte sich, dass die Gruppenteilnehmerinnen und -teilnehmer aus verschiedenen Alters- und Berufsgruppen unterschiedliche Attribute und Aspekte bei der Beschreibung der Personas „Millennials“ erarbeiteten. Um ein möglichst komplexes Bild der zu beschreibenden Persona zu erhalten, sollten viele Aspekte, wie zum Beispiel Aussehen, Arbeitsweise, Vorlieben, Denkweisen, Verhalten, Lebensumstände, Hobbies, etc. darin einfließen. Je unterschiedlicher die Personen, die eine Persona beschreiben, desto umfassender wird die Persona-Beschreibung ausfallen und desto genauer erfolgt die Zielgruppenbeschreibung.

Für jeden fiktiven Nutzer oder jede fiktive Zielgruppe, der mit der Personas-Methode beschrieben wird, sind andere Themen relevant. So kann das für den die „Work-Life-Balance“ sein, während für einen anderen Nutzer permanentes Feedback oder Unabhängigkeit, Selbständigkeit oder digitales Arbeiten sind.

Veranstaltungsreihe „New Work“

Die Veranstaltung „New Work: Personas in Theorie und Praxis“ gehört zur Veranstaltungsreihe „New Work“, die von ProduktionNRW zusammen mit dem VDMA Business Advisory, dem VDMA Competence Center Arbeitsmarkt und den VDMA Landesverbänden durchgeführt wird.

Veranstalter

Die Veranstaltung wurde von ProduktionNRW angeboten. ProduktionNRW ist das Kompetenznetz des Maschinenbaus und der Produktionstechnik in Nordrhein-Westfalen und wird vom VDMA NRW durchgeführt. ProduktionNRW versteht sich als Plattform, um Unternehmen, Institutionen und Netzwerke untereinander und entlang der Wertschöpfungskette zu vernetzen, zu informieren und zu vermarkten. Wesentliche Teile der Leistungen, die ProduktionNRW erbringt, werden aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) gefördert.