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OPC UA – Anpacken und Umsetzen

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OPC UA spielt eine wichtige Rolle bei der Umsetzung von Industrie 4.0: Diese verlangt nach einheitlichen Standards für die hersteller- und hierarchieübergreifende Vernetzung von Sensoren, Komponenten, Maschinen und Steuerungen verschiedener Hersteller.

Die vierte Veranstaltung der Reihe „OPC UA Anpacken und Umsetzen“ fand am 12. April 2021 statt. OPC UA spielt eine wichtige Rolle bei der Umsetzung von Industrie 4.0: Diese verlangt nach einheitlichen Standards für die hersteller- und hierarchieübergreifende Vernetzung von Sensoren, Komponenten, Maschinen und Steuerungen verschiedener Hersteller. Um diese Maschine-zu-Maschine-Kommunikation zu vereinheitlichen, sieht der VDMA durch seine Mitglieder den einheitlichen Kommunikationsstandard OPC UA als Vorzugsstandard. Die in OPC UA zu standardisierenden technischen Eigenschaften der Produkte sind konkrete Geräte- und Fähigkeitsinformationen. Diese werden durch objektorientierte Informationsmodelle in technischen Spezifikationen, den OPC UA Companion Specifications, beschrieben.

Im Rahmen der Veranstaltung wurde das neue Innovationsmagazin von ProduktionNRW zum Thema „OPC UA / umati“ exklusiv präsentiert. Das Magazin stellt zehn Umsetzungsbeispiele von Maschinen- und Anlagenbauern aus Nordrhein-Westfalen vor.. Dabei werden Themen wie OPC UA Companion Specifications, Euromap, umati/ OPC UA, IoT-Plattformen, Prozessoptimierung und Produktneuentwicklung bespielt sowie die Chancen durch OPC UA für die einzelnen Fachbranchen wie Bildverarbeitung, Kunststoff- und Gummimaschinen oder Werkzeugmaschinen vorgestellt.

Die Unternehmen Klingelnberg GmbH und ELHA-Maschinenbau Liemke KG stellten ihre Projekte vor. Daniel Meuris, Leiter Digitalisierung und Virtualisierung bei der Klingelnberg GmbH, zeigte wie Informationsmodelle für OPC UA mithilfe eines Plattformansatzes im Handumdrehen genutzt werden können. Mit der von Klingelnberg entwickelten uaGet-Plattform sollen kritische Aspekte in der Entwicklung wie Zugriff, Verteilung oder Verfügbarkeit von Informationsmodellen (IM), Verwaltung der Adapter und vielen Informationsmodelldefinitionen, Verfügbarkeit von OPC UA Servern inkl. IM-Implementierung oder auch unterschiedliche Kenntnisse über Software/IT bei den Beteiligten überwunden werden. Mithilfe der uaGet-Plattform können Informationsmodelle zentral bereitgestellt, editiert und gesucht werden.

Im zweiten Bespiel stellte Henrik Stratmann, Entwicklungsingenieur bei ELHA-MASCHINENBAU Liemke KG, vor wie durch die Nutzung von OPC UA Optimierungspotenziale in der eigenen Fertigung aufgedeckt werden konnten. Dazu sollte die Produktivität von ca. 30 Maschinen in der Produktion erfasst werden. Es handelte sich dabei um unterschiedliche Maschinen: Zum Teil besaßen sie eine digitale Steuerung, teils konnten die Maschinen ihre Daten bereits über eine OPC UA-Schnittstelle zur Verfügung stellen. Jedoch gab es auch Maschinen, die keine Möglichkeit boten, interne Daten abzurufen. Um die Daten verständlich und vergleichbar darzustellen, sollten alle Maschinen mit einer einheitlichen Schnittstelle, der umati-Schnittstelle, ausgestattet werden. Die Daten der Maschinen sollten anschließend zentral erfasst und über benutzerfreundliche und informative Dashboards dargestellt werden. Stratmann stellte die einzelnen Schritte der Umsetzung vor, wie durch die Nutzung von OPC UA, Informationen aus den verschiedensten Maschinen und Maschinengenerationen miteinander verbunden werden können.

Andreas Faath, Projektleiter OPC UA, und Heiko Herden, Referent im VDMA Forum Industrie 4.0, gaben eine Einführung zu OPC UA sowie einen Überblick zu den Aktivitäten und zur Rolle des VDMA zum Thema OPC UA.

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