Web-ERFA Maschinenhaus Kooperationen in der Lehre: Studienintegrierte Forschungs- und Entwicklungsprojekte mit Unternehmen

VDMA e. V.

In vorweihnachtlicher Stimmung fand heute der 20. Erfahrungsaustausch der VDMA-Initiative „Maschinenhaus“ statt. Über 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmer tauschten sich zum Thema „Kooperationen in der Lehre – Studienintegrierte Forschungs- und Entwicklungsprojekte mit Unternehmen“ aus. Zudem wurden die Gewinner des VDMA-Nachwuchspreises 2020 „Digitalisierung im Maschinenbau“ ausgezeichnet.

Kooperationen in der Lehre zwischen Hochschulen und Unternehmen sind wichtig für den Industriestandort Deutschland und leisten einen wesentlichen Beitrag zur praxisnahen Ausbildung des Ingenieurnachwuchses. Sie bieten großen Nutzen für alle Beteiligten: Studierende profitieren von den Einblicken in die Berufspraxis und der Bearbeitung von Realweltproblemen; Lehrende vom Netzwerk und dem Wissenstransfer mit den Unternehmen. Unternehmen lernen durch Kooperationen mit Hochschulen frühzeitig potenziell interessante Kandidatinnen und Kandidaten kennen.

Neben einem Beitrag von Dr. Franziska Šeimys, Referentin für Bildungspolitik beim VDMA, die einen Einblick in eine noch unveröffentlichte VDMA-Hochschulbefragung zu den neuesten Trends und Kooperationsformen in der Lehre gab, stellten Frau Dipl.-Ing. Sonja Rehwald von der TU Darmstadt und Herr Prof. Steffen Greuling der Hochschule Esslingen die studienintegrierten Forschungs- und Entwicklungsprojekte ihrer Hochschulen vor und standen den restlichen Teilnehmern Rede und Antwort. Dabei ging es um Fragen wie: Wie gut nehmen die Studierenden das Angebot der Forschungs- und Entwicklungsprojekte in Zusammenarbeit mit Unternehmen war? Wie steht es um die Anrechenbarkeit der Projekte für die Studierenden im Rahmen ihres Studiums? Wie sind die Partnerschaften der Hochschulen mit Unternehmen aufgebaut und wie gut ist die Kommunikation mit den Praxispartnern?

Prof. Steffen Greuling schilderte in seinem Beitrag, wie die Hochschule Esslingen die Partnerschaft mit der FESTO SE & Co. KG gestaltet, und wie die Forschungs- und Entwicklungsprojekte im Rahmen dieser Partnerschaft aufgebaut sind. Die Studierenden hätten an der HS Esslingen die Möglichkeit, ihre Fähigkeiten im 3D-Druck durch die praxisnahe Zusammenarbeit mit dem Unternehmen auszubauen. So könnten sie Proben, die bei FESTO SE & Co. KG gefertigt wurden, in den Laboren der Hochschule untersuchen und Fertigungsprozessen im Unternehmen beiwohnen. Die TU Darmstadt wiederum, die im Erfahrungsaustausch von der Leiterin des „Mechcenters“ Dipl.-Ing. Sonja Rehwald vertreten wurde, biete bereits in den frühen Semestern des Studiums Veranstaltungsformate an, die das forschende Lernen mit Industriekooperationen verbinden würden. Die Projekte „Einführung in den Maschinenbau“ und „Advanced Design Project“ hätten sich für die TU bezahlt gemacht und seien auf positive Reaktionen gestoßen.

VDMA e. V.

Des Weiteren wurde im Rahmen des heutigen Web-Erfahrungsaustauschs der VDMA-Nachwuchspreis „Digitalisierung im Maschinenbau“ 2020 an insgesamt vier Preisträger verliehen. Dabei wurden Abschlussarbeiten, sowohl auf Bachelor-, als auch auf Masterniveau, gewürdigt, die sich in herausragender Art und Weise einem Forschungsproblem der Bereiche Ingenieurswissenschaften und Informatik gewidmet haben. Alle ausgezeichneten Arbeiten wurden von den Studierenden in Zusammenarbeit mit Unternehmen geschrieben und zeigen somit die Möglichkeiten, die sich durch Kooperationen in der Lehre bieten.

 

Untenstehend finden Sie alle heute gezeigten Präsentationen zum Download. 

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