Maschinenhaus-Transferprojekt startet an der Hochschule Aalen

VDMA e. V.

Weiterentwicklung der Lehre in der Mechatronik +++ Studienqualität soll durch bessere Vernetzung des Lehrangebots weiter erhöht werden +++ Zahl der Studienabbrecher soll verringert werden

Die Führungskräfte von morgen für Mechatronik begeistern – das hat sich die Hochschule Aalen zusammen mit dem Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V. (VDMA) zur Aufgabe gemacht. Im gemeinsamen Maschinenhaus-Transferprojekt sollen Maßnahmen erarbeitet werden, um die Lehre in dieser Disziplin weiterzuentwickeln und das Studienangebot dadurch noch attraktiver zu machen. 

„Die Unternehmen der Region sind auf der Suche nach guten Fach- und Führungskräften. Diese bilden wir an der Hochschule Aalen aus“, sagt Peter Eichinger, Professor an der Fakultät Optik und Mechatronik. „Im Maschinenhaus-Transferprojekt wollen wir Angebote entwickeln, um die Studierenden noch besser zu unterstützen und sie zu einem erfolgreichen Abschluss führen. Insbesondere möchten wir dabei die bessere Vernetzung unseres Studienangebots und die Digitalisierung unserer Lehre in den Fokus rücken.“

VDMA-Bildungsreferentin Dr. Franziska Šeimys weiß, dass Ingenieurstudiengänge aktuell zu kämpfen haben. „Wenige Bewerber und eine hohe Abbruchquote sind in anspruchsvollen ingenieurwissenschaftlichen Studiengängen leider keine Seltenheit“, erklärt sie. „Die Weiterentwicklung der Lehre für Industrie 4.0 ist zudem ein Thema, das die Hochschulen derzeit umtreibt. Wir unterstützen in den Transferprojekten gerne dabei und begleiten mit den Workshops die internen Diskussionsprozesse.“

Das Maschinenhaus-Transferprojekt an der Hochschule Aalen startete jetzt mit dem ersten gemeinsamen Workshop. „In Gesprächsrunden mit Lehrenden, Studierenden und Vertretern der Industrie ermitteln wir das Qualitätsniveau der Lehre und spiegeln der Hochschule, an welchen Stellen sie ansetzen kann“, erläutert Šeimys das bewährte Vorgehen. Das Maschinenhaus selbst sieht sich dabei als Plattform für innovative Lehre und vernetzt gezielt Akteure aus Hochschulen, Politik und Unternehmen miteinander.

Uwe Krüger, Berater beim HIS-Hochschulentwicklung e.V., sagt über das Transferprojekt an der Hochschule Aalen: „Studiengänge im Bereich der Ingenieurwissenschaften stehen angesichts fortschreitender technischer Entwicklungen immer vor der Herausforderung, Lehrinhalte, und damit durchaus zusammenhängend auch Lehrformen, überdenken und weiter entwickeln zu müssen, um für Studierende und Arbeitgeber attraktive Angebote vorhalten zu können. Transferprojekte unterstützen Studiengänge gezielt bei der Lehrentwicklung.“ In den nächsten Monaten werden dazu weitere Workshops stattfinden. In deren Rahmen soll der Hochschule dabei geholfen werden, Herausforderungen – wie die Erhöhung des Studienerfolgs, sowie der Wettbewerbsfähigkeit – zu meistern.

Prof. Peter Eichinger von der Hochschule Aalen ist davon überzeugt, dass das kostenfreie Beratungs- und Diskussionsangebot ein wichtiger Baustein bei der Weiterentwicklung der Lehre im Studiengang Mechatronik sein wird: „Unser Ziel ist es, durch neue Impulse die Studienqualität weiter zu erhöhen und gerade auch in Zeiten der Online-Lehre die Bedürfnisse der Studierenden noch stärker in den Fokus zu rücken.“ Dies solle auch dabei helfen, die Zahl der Bewerber und Studienanfänger zu erhöhen.

Die Hochschule Aalen wird die Zusammenarbeit mit dem VDMA und HIS-HE in den kommenden Monaten nutzen, um die Attraktivität und Produktivität der Lehre am Standort zu steigern. So soll das bundesweit 59. Transferprojekt zu einem erfolgreichen Abschluss geführt werden, der durch die Ausstellung des „Maschinenhaus-Teilnahmezertifikats“ ausgezeichnet wird.

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