HAW Hamburg - Informations- u. Elektrotechnik

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Das Department Informations- und Elektrotechnik der Fakultät Technik und Informatik an der HAW Hamburg hat sich für das Finale des VDMA-Hochschulpreises 2017 qualifiziert. Im Videoportrait wird das Lehrkonzept genauer vorgestellt.

Keine trockenen Grundlagenvorlesungen – das ist die Antwort der HAW Hamburg auf ein Problem in den Studiengängen Maschinenbau und Elektrotechnik: Überdurchschnittlich viele Studienanfänger springen nach einigen Semestern ab. Die HAW Hamburg motiviert ihre Studierenden auf besondere Weise und steht dafür im Finale für den Hochschulpreis des VDMA.

VDMA-Initiative Maschinenhaus
Der VDMA-Hochschulpreis wird alle zwei Jahre vergeben und ist Bestandteil der Initiative "Maschinenhaus - Campus für Ingeneurinnen und Ingenieure". Der diesjährige Fokus des Preises liegt auf dem Thema Praxisorientierung und Berufsvorbereitung. 24 Fachbereiche und Fakultäten reichten ihre Lehrkonzepte ein. Das Department Informations- und Elektrotechnik hat sich in den Augen einer Experten-Jury aus Industrie, Hochschulen, Verbänden und Initiativen sowie Politik mit ihrem Ansatz besonders ausgezeichnet.

Anwendung von Anfang an
Das übergreifende Lernkonzept „Problem Based Learning“ lieferte für das Department wichtige Anregungen, die für das Curriculum des Studiengangs „Regenerative Energiesysteme und Energiemanagement – Elektro- und Informationstechnik“ genutzt werden. Bei diesem bereits etablierten Konzept orientiert sich der Lernstoff fächerübergreifend an einem vorgegebenen Problem, für das die Studierenden selbstständig Lösungen erarbeiten sollen. In den Ingenieurwissenschaften müssen sich die Studierenden bestimmte Kompetenzen aneignen, auf die weitere vertiefende Module aufbauen. „Die Elektrotechnik gilt als trockenes und sehr anspruchsvolles Studienfach“, sagt Prof. Dr.-Ing. Michael Röther vom Department Informations- und Elektrotechnik. In Hamburg versucht man eine hohe Motivation sicherstellen, indem es bereits in den ersten Semestern um erneuerbare Energien geht. „Durch den Anwendungsbezug wissen die Studierenden direkt, wofür sie die Grundlagen brauchen. Für die Lehre im Studiengang wurde ein fächerübergreifend-themenorientiertes Lernkonzept neu entwickelt“, berichtet Prof. Dr.-Ing. Karin Landenfeld. So wird zum Beispiel die Photovoltaik in den Grundlagenmodulen Mathematik, Physik oder Elektrotechnik parallel aufgegriffen. Die Studierenden müssen Anwendungsaufgaben lösen, zu denen sie die Kompetenzen in den Grundlagenveranstaltungen erwerben.

Fragestellungen aus Industrie und Forschung
Schon im 3. Semester bearbeiten die Studierenden in Integrationsprojekten aktuelle Fragen aus Industrie und Forschung. „Welche Szenarien sind in der Region möglich, um Hamburg zu 80 Prozent mit regenerativen Energien zu versorgen, und welche Investitionen sind dafür nötig“, lautet die praxisorientierte Aufgabenstellung von Prof. Dr. Wolfgang Renz, der selbst die Algorithmenentwicklung im Projekt Norddeutsche Energiewende (NEW4.0) leitet. Mit der Evaluation des Studiengangs ist die Hochschule sehr zufrieden. „Wir erkennen an den Befragungen, dass die Inhalte gut transportiert werden“, sagt Dekan Dr.-Ing. Thomas Flower. „Die Studierenden sind mit dem Lehrkonzept zufrieden.“

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