Kenia

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Der kenianische Nahrungsmittelmarkt wächst rasant. Mit einem praxisnahen Aus- und Weiterbildungsprogramm für Fachkräfte der kenianischen Nahrungsmittelindustrie leistet die VDMA-Initiative einen wichtigen Beitrag dazu, die Nachfrage nach qualifiziertem Personal zu decken.

Prognosen der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen zufolge liegt das jährliche Wachstum der afrikanischen Nahrungsmittelmärkte in den urbanen Zentren bei sieben bis zehn Prozent. Um die Nachfrage zu decken, müssen lokale Unternehmen expandieren und neue Unternehmen gegründet werden. Zudem ist es erforderlich, vorhandene Nahrungsressourcen effizienter und nachhaltiger zu nutzen. Um diese Herausforderungen erfolgreich zu meistern, braucht die kenianische Wirtschaft gut ausgebildete Fachkräfte.

Fit für die Nahrungsmittelindustrie
Mit einem modernen Ausbildungszentrum, das diese Qualifizierung ermöglicht und den fachlichen Dialog in der Branche befördert, leistet das VDMA-Projekt einen wichtigen Beitrag zum Aufbau der notwendigen Kompetenzen. Es wird von der Gesellschaft zur Förderung des Maschinenbaus mbH (GzF) durchgeführt und vom BMZ unterstützt. Die Finanzierung erfolgt über die Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft mbH (DEG). Das Projekt ist das Ergebnis der Zusammenarbeit des VDMA – der VDMA agiert als ideeller Träger – und seiner Servicegesellschaft GzF mit der kenianischen Centurion Systems Limited. Zudem ist die Kenya Association of Manufacturers (KAM) in das Projekt eingebunden. 

Unser Ziel: 200 Fachkräfte in 2 Jahren
In der ersten Projektphase umfasst das Trainingsprogramm zwei Technikerkurse – Organisation of Maintenance und Food Safety in Food Processing – und einen Train-the-Trainer-Kurs. Die Technikerkurse richten sich an Maschinenbediener und an das Wartungspersonal bei Lebensmittelherstellern oder Maschinenlieferanten. Die Trainerkurse zielen auf eine nachhaltige Aus- und Weiterbildung von Ausbildern in Unternehmen der kenianischen Lebensmittelhersteller ab. Die Trainings finden in den Räumlichkeiten des Projektpartners Centurion in Nairobi statt. Parallel laufen die ersten Vorbereitungen für eine duale Ausbildung zum Mechatroniker an.

„Die Zusammenarbeit mit unseren Partnern aus der kenianischen Lebensmittelbranche hat eine lange Tradition.“ - Richard Clemens, Geschäftsführer des Fachverbands Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinen

47 Millionen

580.367 km²

60 Prozent

Englisch und Swahili

Seit 2014 liegt der jährliche Zuwachs des BIP bei über 5 Prozent. Dieser Trend hält nach wie vor an. Deutsche Unternehmen exportieren vor allem Investitionsgüter wie Maschinen und Ausrüstungen für die Nahrungsmittelindustrie oder den Bausektor. 

Quelle: GTAI